Betriebsdatenerfassungssystem bDat

Kurzinfo

bDat ist ein Prozeßdatenerfassungs- und Auswertungssystem für industrielle Anwendungen. Es kann auf einem vorhandenen innerbetrieblichen LAN aufsetzen oder mit einem einzelnen Personalcomputer betrieben werden. bDat integriert bis zu vier speicherprogrammierbare Steuerungen ABB Procontic CS31 (Master-SPS) mit jeweils mehreren Vorort-Modulen (SPS-VOM) und Slave-SPS. Die Steuerungen besitzen folgende Zulassungen: Lloyds register of Shipping, Germanischer Lloyd, CE, UL, CSA. Außerdem kann die von uns entwickelte Kleinsteuerung eingesetzt werden, die durch ihre individuelle Programmierbarkeit eine hohe Flexibilität aufweist. Die erfaßten Daten der bis zu 6500 Meßkanäle werden zur Speicherung an einen dedizierten PC übertragen und für die Auswertung in Datenbanken abgelegt.

Datenerfassung

Die SPS übernehmen die Aufgabe der Datenerfassung. Es können maximal vier Master-SPS mit jeweils sechs analogen Vorortmodulen, 32 binären Vorortmodulen oder sieben Slave-SPS angeschlossen werden. Dabei sind auch Kombinationen von analogen und binären Vorortmodulen mit Slave-SPS möglich. Jede SPS (Master oder Slave) erfaßt maximal 64 Meßkanäle. Die Daten werden bis zum Abruf durch den CommServer zwischengespeichert. Die Datenerfassung mit der Kleinsteuerung ist ähnlich der SPS. Dabei kann jede Steuerung Meßwerte unterschiedlichster physikalischer Größen (wie Energie, Druck, Leistung usw.) speichern.

Datenablage

Der CommServer sammelt alle an den SPS und Steuerung anfallenden Meßwerte und speichert sie in speziellen Datenbanken. Die Verbindung zwischen CommServer und SPS erfolgt über Vierdrahtleitungen (RS422A), Zweidrahtleitungen (Modem im Standleitungsbetrieb) oder das öffentliche Telefonnetz (Modem).
Für die Darstellung des Ist-Zustandes werden Daten online bereitgestellt. Diese enthalten die Werte der letzten 24 Stunden an ausgewählten Meßpunkten.

Datenauswertung

Zur Auswertung der Daten greifen beliebig viele Workstations (PC's) über das betriebsinterne LAN auf die Datenbanken zu. Die Visualisierung und Weiterverarbeitung erfolgt mit Hilfe eines Auswerteprogrammes. Die Weiterverarbeitung mittels Microsoft Excel oder Microsoft Access ist problemlos möglich. Für den Import der Daten aus den Meßwertdatenbanken stehen entsprechende Routinen zur Verfügung. Der Weiterverarbeitung der Daten sind dann keine Grenzen gesetzt.

Anforderungen

Für den CommServer wird ein handelsüblicher PC mit Windows95 oder WindowsNT eingesetzt. Bei einer Netzanwendung von bDat müssen der CommServer und die Workstations auf ein gemeinsames Netzlaufwerk zugreifen können.

Leistungswerte

Anzahl der Meßkanäle max.: 250

Anzahl der Meßkanäle je SPS: 64

Anzahl der Online-Meßstellen: > 64 (bei 1 Wert/s)

Meßbare Eingangssignale:

  • Impulslängen (0,05 .. 320 s)
  • Frequenz (0,01 Hz .. 50 kHz)
  • Binärsignale
  • Analogwerte

Meßfehler der Werterfassung:

abhängig von Meßperiode und Signalcharakter;

  • Impuls: < 2% bei T= 0,5 s, < 0,1% ab T= 10 s
  • Frequenz: < 1%
  • Analog: < 0,2% vom Maximalwert
  • Meßperiode: 1 s .. 8 h

Entfernung SPS - Vorortmodul: < 1000 m

Entfernung CommServer - SPS:

  • < 1000 m (RS422A)
  • < 10 km (Modem, Zweidrahtleitung)
  • beliebig (Modem, Telefonnetz)

Konfiguration